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18.02.2026
18:29 Uhr
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Biathletin verschwindet kommentarlos nach Staffel +++ Shorttrack-Gold für Südkorea und Kanada +++ Finnland und Kanada im Eishockey-Halbfinale +++ Superstar Sidney Crosby verletzt +++ Lindsey Vonn trauert um Hund +++ alle Olympia-2026-News im Liveblog.

Nach dem neuerlichen Drama am Schießstand hat sich das deutsche Biathlon-Team geschlossen hinter Franziska Preuß gestellt. „Ich möchte jetzt nicht ihr die Schuld zuweisen, dass es mit der Medaille nicht funktioniert hat“, sagte Frauen-Bundestrainer Kristian Mehringer nach dem vierten Platz in der Staffel: „Wir können nur als Team gewinnen oder als Team verlieren.“ Preuß war als zweite Läuferin des Deutschen Skiverbands (DSV) in das Rennen gegangen, kam als Führende zum Stehendschießen, das ihr bislang immer wieder bei den Olympischen Winterspielen große Probleme bereitet hatte. Und auch in der Staffel versagten der Bayerin die Nerven, mit einer Strafrunde fiel Deutschland weit zurück. Preuß war im Anschluss untröstlich. „Wir haben leider auf der Strecke auch schon gesehen, dass sie nicht ganz so locker, entspannt ist“, sagte Mehringer über Preuß, die „natürlich fertig“ sei: „Sie hat ihr Bestes gemacht, hat versucht, dranzubleiben. Keiner hat aufgegeben, auch Franzi nicht.“ Preuß habe dem DSV-Team „ich weiß nicht wie viele Staffeln gewonnen“ oder sei „erfolgreich ins Ziel gelaufen“, sagte Sportdirektor Felix Bitterling: „Heute war es halt mal andersherum.“ Gerade wegen der vielen Rückschläge in Antholz „ist es uns wichtig, dass sie jetzt den Resetknopf drückt, der Massenstart steht noch an“, sagte Mehringer mit Blick auf das abschließende Medaillenrennen am Samstag (14.15 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zu Olympia, in der ARD und auf Eurosport): „Aber den vielleicht mal ohne große Erwartungshaltung angehen, eher mehr genießen.“ Und dann würde er sich freuen, wenn Preuß „das letzte olympische Rennen nochmal gut absolviert“. (dpa)
Der deutsche Eisschnelllauf-Hoffnungsträger Finn Sonnekalb ist bereit für den Einsatz auf seiner Paradestrecke 1500 m bei den Olympischen Winterspielen in Mailand. „Mir geht's echt deutlich besser. Ich würde sagen, dass ich fast wieder bei 100 Prozent bin“, sagte der 18-Jährige vor seinem zweiten und letzten Einsatz am Donnerstag (ab 16.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zu Olympia, in der ARD und auf Eurosport) in Norditalien. „Es ist nur noch in der Früh, wo ich es ab und zu merke, aber sonst ist eigentlich wirklich alles weg. Ich denke, ich bin jetzt in einer guten Form und kann vielleicht etwas Gutes liefern.“ Sonnekalb hatte sich vor seinem Olympia-Debüt in der ersten Woche einen Infekt eingefangen und das 1000-m-Rennen angeschlagen auf dem zwölften Platz beendet. Er sei nun zuversichtlich, „in einer guten Form“ am Start stehen zu können, so der Erfurter. Die Mittelstrecke 1500 m ist die Königsdisziplin Sonnekalbs. Bislang warten die deutschen Eisschnellläufer in Mailand auf eine Medaille. Bereits bei den vergangenen drei Winterspielen 2014, 2018 und 2022 waren sie ohne Podestplatzierung geblieben. (sid)
Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) will das Viertelfinal-Aus bei den Olympischen Winterspielen in Mailand in einer umfangreichen Analyse aufarbeiten und wird sich dabei auch mit taktischen Entscheidungen von Bundestrainer Harold Kreis befassen. „Wir werden alles genau anschauen“, sagte Sportdirektor Christian Künast nach dem 2:6 gegen die Slowakei: „Wir wollten natürlich mehr und wir hätten uns gefreut, wenn es weitergegangen wäre.“ Ein Thema dürfte die Eiszeitverteilung während der fünf Spiele in Mailand werden. Gerade die Offensivstars aus der NHL wie Kapitän Leon Draisaitl, Tim Stützle und John-Jason Peterka trugen eine Hauptlast. Man habe durch die Reihenzusammenstellung auf dem Eis den Eindruck gewinnen können, dass der Fokus auf den Top-Stars gelegen habe. Die besten Spieler müssten zwar die meiste Eiszeit erhalten, „und das wurde versucht. Dass es am Ende vielleicht doch die ein oder andere Sekunde zu viel war, das kann man schon diskutieren, absolut“, sagte Künast. Kreis akzeptierte die Kritik. „Die Frage ist vielleicht berechtigt, ob ich sie zu viel eingesetzt habe“, sagte Kreis: „Aber dass alle die gleiche Eiszeit bekommen, das wird es nicht geben.“ Künast versicherte, dass das Team dennoch eine Gruppe gebildet habe, „die zusammen an einem Strang gezogen hat“. Als Verband habe man das Ziel, mit den Männer- sowie dem Frauenteam ins Viertelfinale zu kommen, erreicht. Man dürfe aber auch nicht sagen, „dass wir haben alles richtig gemacht haben“, sagte Künast. (sid)
Tagelang hatte die beste Skirennfahrerin der Gegenwart bei den Winterspielen in Italien allenfalls eine Nebenrolle – doch dann schlug sie zurück. US-Star Mikaela Shiffrin hat das Olympia-Trauma besiegt, beim famosen Slalom-Triumph in Cortina d'Ampezzo für große Emotionen gesorgt und abermals ein Kapitel Sport-Geschichte geschrieben. „Das war ein Moment, von dem ich geträumt habe – und vor dem ich auch große Angst hatte“, sagte Shiffrin über ihre Gefühle nach der Zieleinfahrt am Mittwoch. Ihre Mutter Eileen hatte sie innig umarmt, die Olympiasiegerin selbst aber auch an ihren 2020 bei einem Unfall gestorbenen Vater Jeff gedacht. „Alles, was man im Leben tut, nachdem man einen geliebten Menschen verloren hat, ist wie eine neue Erfahrung. Es ist wie eine Wiedergeburt“, erklärte Shiffrin. „Und es gibt immer noch so viele Momente, in denen ich mich dagegen wehre. Ich will nicht ohne meinen Vater leben“, sagte die 30-Jährige. „Und vielleicht konnte ich das heute zum ersten Mal wirklich akzeptieren, als Realität.“ Der Tod ihres Vaters vor gut sechs Jahren war ein heftiger Schicksalsschlag für Shiffrin. Zudem hatte sie in der jüngeren Vergangenheit mehrfach mit schweren Verletzungen zu kämpfen. Besonders dramatisch war es, als sie im November 2024 bei einem Sturz im Riesenslalom von Killington eine Stichwunde im Bauch erlitt und operiert werden musste. In der Folge hatte sie lange mit mentalen Problemen zu kämpfen, fand vor allem bei einer Person aber immer wieder Halt: ihrem Verlobten, dem norwegischen Skistar Aleksander Aamodt Kilde. Shiffrins mentale Stärke sei „nicht von dieser Welt“, schrieb Kilde nach der olympischen Slalom-Gala seiner Liebsten bei Instagram. Sie habe „der Welt gezeigt, wer die Königin ist“. Kilde selbst hatte sich bei einem Horror-Sturz in der Abfahrt von Wengen im Januar 2024 schwer an Bein und Schulter verletzt und war lange ausgefallen. Auf die Winterspiele in Norditalien verzichtete er. Für Shiffrin, die große Alpin-Dominatorin, endeten sie derweil mit der vierten Olympia-Medaille ihrer Karriere und der ersten seit acht Jahren. 2022 in China war sie bei sechs Starts leer ausgegangen. Auch in Cortina d'Ampezzo blieb sie in Team-Kombination und Riesenslalom zunächst hinter den Erwartungen. Doch auf den Spezialslalom, in dem sie nun schon zweimal Olympia-Gold, vier WM-Titel und 71 Weltcup-Rennen gewonnen hat, war Verlass. Nachdem die in der Abfahrt schwer verunglückte, mittlerweile mehrfach am Bein operierte und wieder in die Heimat zurückgekehrte Lindsey Vonn tagelang die Schlagzeilen in den USA beherrscht hatte, kehrte nun auch Shiffrin zurück ins Rampenlicht. Sie ist die erste amerikanische Skirennfahrerin mit drei Olympia-Goldmedaillen. (dpa)
Der anhaltende Schneefall in Livigno hat bei den Olympischen Winterspielen zu einer weiteren Absage geführt – und könnte auch den Terminplan der Nordischen Kombinierer durcheinander bringen. Bei den Ski-Freestylern muss der eigentlich am Donnerstag geplante Sprung der Männer wegen angekündigter „erheblicher Schneefälle“ verlegt werden, wie der Ski-Weltverband Fis mitteilte. Die erwarteten Schneemengen würden zu noch widrigeren Bedingungen führen als am Dienstag, als es bei den Aerials-Wettbewerben der Ski-Freestyler ebenfalls zu Änderungen im Zeitplan gekommen war. Die Sicherheit der Athletinnen und Athleten habe höchste Priorität, hieß es. Die Qualifikation soll nun am Freitag ab 10.30 Uhr nachgeholt werden, das Finale dann um 13.30 Uhr starten. Deutsche Athleten sind beim Aerials-Wettkampf nicht am Start. Auch die Nordischen Kombinierer bangen wetterbedingt um ihren Team-Wettkampf. Eigentlich soll am Donnerstag um 10 Uhr auf der Großschanze in Predazzo das Skispringen beginnen. Das entscheidende Langlaufrennen des Teamsprints ist für 14 Uhr in Tesero geplant. Es sind allerdings auch hier große Mengen Neuschnee angekündigt, dazu Wind und Regen. Wie beim Freestyle-Event wäre auch bei den Kombinierern eine Verlegung auf den Freitag möglich. Für die deutschen Kombinierer ist es die letzte Chance, ein Olympia-Debakel zu verhindern. Schaffen es Vinzenz Geiger und Johannes Rydzek nicht auf das Podest, wären es für den Deutschen Skiverband die ersten Winterspiele seit 1998, bei denen er ohne Medaille in der Disziplin nach Hause fahren würde. (dpa)
Die koreanische Frauen-Staffel hat im Shorttrack über 3000 Meter Gold gewonnen. Silber ging an Italien, Bronze an Kanada. Ein deutsches Team war nicht beteiligt. Im Männerwettbewerb über 500 Meter gewann der Kanadier Steven Dubois Gold. Auf dem zweiten Platz im Shorttrack-Wettbewerb landete der Niederländer Melle Van 'T Wout, Bronze gewann dessen Bruder Jens Van 'T Wout.
Für die Schweizer Eishockeyspieler ist Olympia beendet. Dem Vize-Weltmeister ging gegen Finnland in der Endphase die Kraft aus, beim 2:3 (2:0, 0:0, 0:2, 0:1) nach Verlängerung verspielten die Schweizer spät eine 2:0-Führung. In der Overtime machte Artturi Lehkonen (64.) das Weiterkommen des Peking-Olympiasiegers perfekt, die Schweiz versank in Tränen.
Ohne seinen Superstar und Kapitän Sidney Crosby ist Topfavorit Kanada dramatisch ins Olympia-Halbfinale eingezogen. Den Siegtreffer von Mitch Marner in der zweiten Minute der Verlängerung beim 4:3 (2:1, 0:1, 1:1) erlebte der 39 Jahre alte Crosby nicht mehr auf dem Eis mit. Der Olympiasieger von 2010 und 2014 musste bereits im zweiten Drittel nach einigen harten Checks in die Kabine.„Das ist natürlich hart, wenn du deinen Kapitän so siehst. Ich hoffe, dass er im nächsten Spiel wieder dabei sein kann“, sagte Abwehrstar Drew Doughty von den Los Angeles Kings.Die NHL-Startruppe um Connor McDavid, Nathan MacKinnon und Crosby hatte in Mailand viel Mühe mit den Tschechen, die bis kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit noch 3:2 geführt hatten. Nick Suzuki von den Montreal Canadiens rettete den Favoriten vier Minuten vor Schluss mit seinem Ausgleich in die Verlängerung.
Eishockey-Goldfavorit Kanada hat das frühe Aus bei den Olympischen Winterspielen gerade noch abgewendet und auf dramatische Art und Weise das Halbfinale erreicht. Das Starensemble um Connor McDavid und Sidney Crosby lag in der Runde der letzten Acht gegen Tschechien bis wenige Minuten vor dem Ende zurück, rettete sich in die Verlängerung und setzte sich mit 4:3 (1:2, 1:0, 1:1, 1:0) durch.Mitch Marner erzielte 1:22 Minuten in der Overtime nach einem Solo per Rückhand das goldene Tor. Zuvor hatte Nick Suzuki (57.) die Führung der aufopferungsvoll kämpfenden Tschechen durch Ondrej Palat (53.) im Schlussdrittel egalisiert. Kanadas Torhüter Jordan Binnington hielt den Rekord-Olympiasieger mit einer Parade knapp eine Minute vor dem Ende des dritten Drittels im Spiel. Allerdings verlor der Favorit wohl Topstar Crosby, der im Mitteldrittel verletzt in die Kabine musste und nicht wieder zurückkehrte.Kanada hatte zuvor einen Start nach Maß erwischt, die Tschechen schlugen nach dem frühen kanadischen Führungstreffer durch Toptalent Macklin Celebrini (4.) aber zurück. Lukas Sedlak (9.) und David Pastrnak (15.) drehten die Begegnung noch im ersten Drittel für die Tschechen, die zum Auftakt der Vorrunde noch ein 0:5 gegen Kanada kassiert hatten. Im Powerplay erzielte Nathan MacKinnon (33.) den Ausgleich, bevor Palat das Eishockey-Mutterland vor den Augen von Wayne Gretzky an den Rand einer Niederlage brachte.In Peking vor vier Jahren war Kanada noch im Viertelfinale gegen Schweden ausgeschieden. Zuvor waren die Ahornblätter in Pyeongchang 2018 in der Vorschlussrunde an der deutschen Mannschaft gescheitert. Ihre neunte und bislang letzte Goldmedaille gewannen die Nordamerikaner 2014 in Sotschi. Mit der für viele Experten besten Auswahl des Turniers ist Kanada neben den USA in Mailand der große Favorit auf Gold. Im Halbfinale am Freitag treffen die Kanadier auf die Schweiz oder Peking-Olympiasieger Finnland.McDavid stellte mit seinen Assists für die ersten beiden Tore den Rekord für die meisten Scorerpunkte während eines Olympia-Turniers ein. Der wohl beste Spieler der Welt zog mit nun elf Punkten mit den Finnen Teemu Selänne und Saku Koivu gleich, denen dies 2006 in Turin gelungen war. (sid)
Traurige Tage für Ski-Star Lindsey Vonn: Die Amerikanerin stürzte am 8. Februar schwer in der olympischen Abfahrt und musste sich seitdem bereits mehreren Operationen unterziehen. Jetzt macht die 41-Jährige bekannt, dass einen Tag nach ihrem Sturz ihr geliebter Hund Leo gestorben ist. „Leo ist von uns gegangen und hat sich Lucy und Bear im Himmel angeschlossen“, schrieb Vonn in einem Instagram-Beitrag. „Als ich am Tag nach meinem Sturz im Krankenhausbett lag, haben wir uns von meinem großen Jungen verabschiedet. In so kurzer Zeit habe ich so viel verloren, was mir etwas bedeutet hat. Ich kann es nicht fassen“, sagte Vonn. „Die letzten Tage waren unglaublich hart. Wahrscheinlich die härtesten meines Lebens. Ich kann immer noch nicht begreifen, dass er nicht mehr da ist.“ An dem Tag, als sie in Cortina d'Ampezzo gestürzt sei und sich eine komplexe Schienbeinverletzung zuzog, sei auch Leo gestürzt, berichtete die US-Amerikanerin. Vor Kurzem sei bei ihm Lungenkrebs diagnostiziert worden. „Doch nun versagte auch sein Herz. Er hatte Schmerzen und sein Körper konnte mit seinem starken Geist nicht mehr mithalten.“ Leo habe sie immer aufgebaut, wenn sie am Boden lag. „In 13 Jahren haben wir so viel gemeinsam durchgestanden“, sagte Vonn, die im März 2025 bereits ihre Hündin Lucy und im Januar 2022 ihren Hund Bear verloren hatte. Es werde dauern, bis sie das alles emotional verarbeiten könne. „Aber ich weiß, dass er immer bei mir sein wird.“ Für die Abfahrtsolympiasiegerin von 2010, die in Cortina bereits mit einem Kreuzbandriss im linken Knie angetreten war, steht heute eine weitere Operation an. „Wenn ich die Augen schließe, werde ich an ihn denken“, sagte Vonn. „Leo wird für immer meine erste große Liebe sein.“ (dpa)
Annika Morgan hat im letzten Snowboard-Wettbewerb bei den Olympischen Winterspielen in Italien die ersehnte Medaille für Deutschland knapp verpasst. Die 24-Jährige wurde von der letzten Starterin des Slopestyle-Finales, Zoi Sadowski-Synnott, noch vom dritten Platz verdrängt. Morgan hatte von der Jury in ihrem besten Versuch 78,78 von 100 möglichen Punkten erhalten, ihr fehlten am Ende 7,02 Punkte zu Edelmetall. Bereits im Big Air war die Entscheidung knapp gegen Morgan ausgefallen, als sie das Finale um gerade einmal 0,75 Punkte verpasste.Morgan, die mit 69,53 Punkten den achten Platz in der Qualifikation belegt hatte, legte mit einem guten ersten Run den Grundstein und steigerte sich dann sogar noch einmal. Dadurch setzte sie die Konkurrenz unter Druck. Im dritten Anlauf stürzte Morgan und konnte sich nicht noch einmal verbessern. Lange sah es für sie nach dem Gewinn der Bronzemedaille aus, ehe Sadowski-Synnott noch auf den zweiten Rang kletterte. Gold ging an Mari Fukada (87,83), Dritte wurde ihre japanische Landsfrau Kokomo Murase. (dpa)
Das ukrainische Team wird wegen der Zulassung russischer Sportler unter eigener Flagge bei den Paralympics in Italien nicht an der Eröffnungsfeier teilnehmen. Sportminister Matwij Bidnyj rief auch andere Länder dazu auf, sich dem Boykott offizieller Zeremonien anzuschließen. Es sei eine „unerhörte Entscheidung“ der Organisatoren, Athletinnen und Athleten aus Russland wieder mit nationalen Symbolen an den Winterspielen der Behindertensportler teilnehmen zu lassen, schrieb Bidnyj auf der Plattform X.Die Ukraine wehrt sich seit vier Jahren gegen eine russische Invasion. Vor diesem Hintergrund dürfen bei den Olympischen Winterspielen erneut nur Einzelsportler aus Russland unter neutraler Flagge dabei sein. Das Internationale Paralympische Komitee (IPC) hatte dagegen im vergangenen September überraschend entschieden, die Sanktionen gegen die Dachverbände Russlands und seines Verbündeten Belarus aufzuheben.Kurz vor dem Beginn der Paralympics am 6. März bestätigte das IPC nun, dass sechs Startplätze an russische Athleten vergeben worden seien. Belarus darf vier Teilnehmer entsenden. Die endgültige Entscheidung für eine Zulassung zu den Wettbewerben liege bei den italienischen Organisatoren und Behörden, teilte das IPC mit.„Es ist moralisch und politisch falsch, die Flaggen von Aggressorstaaten bei den Paralympischen Spielen zuzulassen, während Russlands Krieg gegen die Ukraine weiter tobt“, schrieb der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha bei X. Er betonte: „Sport muss für Fairness, Würde und Respekt stehen. Er darf nicht zur Bühne für Regime werden, die genau diese Werte mit Füßen treten.“ Daher habe er die ukrainischen Botschafter angewiesen, auch andere Länder von einem Fernbleiben von der Eröffnungsfeier zu überzeugen. (dpa)
Emma Weiß hat das Aerials-Finale bei den Olympischen Winterspielen erreicht, in den Kampf um die Medaillen allerdings nicht eingreifen können. Die 26-Jährige kam in Livigno bei ihrem besten von zwei Versuchen auf 75,28 Punkte und landete damit auf dem zwölften Platz. „Das war ein guter Tag insgesamt“, sagte Weiß, die einmal stürzte. „Ich habe wirklich schlecht geschlafen, aber wir haben das Beste daraus gemacht. Ich hätte es mit meinen Sprüngen gar nicht ins Super-Finale geschafft. Das passt alles so, wie es ist.“In diesem sogenannten Super-Finale, an dem nur die sechs bestplatzierten Athletinnen der ersten Finalrunde teilnehmen durften, setzte sich wie schon 2022 in Peking Mengato Xu aus China (112,90) durch. Dahinter holte Danielle Scott aus Australien Silber (102,17). Dritte wurde mit Qi Shao (101,90) eine weitere Chinesin.Der olympische Aerials-Wettbewerb ist eine Disziplin des Freestyle-Skis, bei der die Athletinnen über eine steile Schanze springen und in der Luft mehrere Saltos und Schrauben zeigen. Bewertet werden der Absprung, die Ausführung der Tricks in der Luft sowie die Landung, wobei Schwierigkeit und Sauberkeit eine große Rolle spielen. (dpa)
Skirennfahrerin Lena Dürr hat bei den Winterspielen in Italien auch im Slalom trotz guter Ausgangslage eine Medaille verpasst und ein sportliches Drama erlebt. Die 34-Jährige fädelte als Zweitplatzierte des ersten Laufs im Finale bereits am ersten Tor ein und schied aus. US-Superstar Mikaela Shiffrin feierte in Cortina d'Ampezzo einen überlegenen Sieg und krönte sich mit 1,50 Sekunden Vorsprung zur Olympiasiegerin. Silber ging an die Schweizerin Camille Rast, Bronze sicherte sich die Schwedin Anna Swenn Larsson. „Katastrophe, worst case“, stöhnte Dürr. „Man kann es noch gar nicht realisieren“, sagte Dürr eine knappe Viertelstunde nach ihrem Missgeschick, „man meint, man kriegt nochmal einen Re-Run.“ Aber den bekam die Münchnerin nicht. „Bei einem FIS-Rennen vor 15 Jahren“, sagte sie, habe sie so ein frühes Aus vielleicht mal ereilt, „das passiert jedem Slalom-Fahrer mal in seiner Karriere – und dann genau heute!“Dürrs Teamkollegin Emma Aicher, die in der Abfahrt und in der Team-Kombination mit Kira Weidle-Winkelmann jeweils Silber geholt hatte, fuhr auf Rang neun.Das deutsche Alpin-Team beendet die Spiele in Norditalien damit mit zwei Medaillen. Während die Frauen mitunter famose Fahrten zeigten, gingen die Männer bei ihren Wettbewerben in Bormio wieder mal leer aus. (dpa)